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DAVE Podcast #07: Planetary Secrets

Mit „They Have Been Here“ und „Courtyard“ hat Planetary Secrets auf der Etui Winter Camp 3 Compilation sein Debüt gegeben. Seine Musik ist inspiriert von alten Filmen und Serien wie Akte X oder Twin Peaks sowie von dubbig-deepen, atmosphärischen Sounds. Nach seinem DJ-Auftritt bei Musikfreunde 2015 wird es höchste Zeit, dem Newcomer ein paar Fragen zu sellen und eine Verbindung von Dubtechno zu Drum & Bass zu ziehen.

Hey, kannst du Dich bitte mal vorstellen?

Jo, ich bin der Tobi und ich mach seit Anfang 2013 Musik.

Siehst du dich selber eigentlich eher als DJ oder mehr als Produzent?

Eigentlich schon eher als Produzent, ich hab ja zuerst produziert und dann angefangen aufzulegen. Beides hat seinen eigenen Reiz, aber zu versuchen, musikalische Ideen in eigene Tracks umzusetzen, ist mir persönlich schon noch etwas wichtiger als aufzulegen. Ich hab da einfach mehr das Gefühl, was zu kreieren und mich ausdrücken zu können. DJing möchte ich trotzdem nicht mehr missen.

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Dein erstes großes DJ-Set hattest du letztes Jahr bei der Musikfreunde Party. Wie war’s denn im Sektor Evolution aufzulegen?

Entspannt, würde ich sagen.

Und was war das für ein Gefühl, als deine erste Musik veröffentlicht wurde?

Ziemlich cool. Ich bin leider selten hundert Prozent zufrieden mit meinem Zeug, denn wenn ich fertig bin mit einem Track, hab ich den in der Regel schon hundert mal gehört und ziemlich satt. Ich muss da auf jeden Fall noch an meiner Arbeitsweise und dem Zeitmanagement arbeiten. Aber es war auf jeden Fall eine Bestätigung und Ansporn.

Deinen Sound könnte man am ehesten als Dubtechno einordnen, du produzierst aber genauso gerne Drum & Bass. Wo liegt da für dich die Verbindung?

Ich will mich da überhaupt nicht in eine Schublade stecken lassen. Ich finde eigentlich die Sachen am spannendsten, die diese frühen Dubtechno-Elemente mit anderen Genres verbinden. Und vom klassischen Dubtechno bin ich gerade bisschen weg, aber ich hab wegen dieser Musik mit Produzieren angefangen, das stimmt. Ich versuche aber auch mittlerweile verstärkt andere Einflüsse mit einzubinden, hört man ja auch im Mix.

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Insgesamt will ich mich nicht so abhängig von Genrebezeichnungen machen, sondern eher Wert auf die Stimmung der Musik legen. Zurzeit probiere ich da noch viel herum, denn ich mag ja noch haufenweise andere Musik. Im Drum & Bass kann man im Prinzip jeden Sound benutzen, solange man die Geschwindigkeitsvorgaben einhält. Leider geht es da insgesamt in letzter Zeit in so eine Richtung, die mir nicht mehr zusagt, aber es gibt ein paar Labels und Produzenten, die ich noch verfolge.

Wie schätzt Du die Dresdner Clubszene ein?

Gut eigentlich, es gibt viele Crews die unterschiedlichste Partys veranstalten. Es ist schon relativ familiär, ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selber entscheiden. Aber es kommen immer neue, junge Leute nach, die das Ganze am Leben halten, neue Ideen reinbringen und ihre eigenen Partys machen. So ein kleiner, dreckiger Club mit stringentem Programm würde vielleicht noch in die Dresdner Clubszene reinpassen.

Ist Dresden ein gutes Pflaster, um sich musikalisch zu entwickeln oder wünschst Du Dir mehr Unterstützung z.B. in Form von Workshops? Anders gefragt, können Talente in Dresden gedeihen? Wer hat Dir geholfen beim Lernen?

Angebote gibt es, aber die hab ich bisher noch nicht so stark genutzt. Auf der einen Seite ist dieses nächtelang und einsam im eigenen Studio rumprobieren ganz erfüllend, auf der anderen Seite war es aber zuletzt auch echt interessant, mit anderen sich mal auszutauschen. Deshalb wollte ich so was wie Listen Up! Session demnächst mal wahrnehmen.

Das Produzieren hab ich mir selbst per trial & error und Internet beigebracht, was mich aber in den letzten 3 Jahren auch viel Zeit, Frust und verrissene Prüfungen gekostet hat. Am Ende ist es aber genau das, womit ich meine Lebenszeit zurzeit am liebsten verbringe. Es liegt also vor allem daran, wieviel Zeit und Energie man investieren kann und nicht unbedingt an der Umgebung, auch wenn die sicherlich Einfluss haben kann auf die Inspiration.

Beim Auflegen war es ähnlich, aber da hat mir damals der Metric von Skankin‘ Beatz wertvolle Starthinweise gegeben, cheers!

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Welche Dresdner Talente schätzt Du?

Also produktionstechnisch hab ich bisher nur mit Gnista und Maltin Worf zusammengearbeitet, das war ziemlich interessant und lustig. Die beiden haben es schon drauf und werden ihr Ding weiter durchziehen. Gnistas Live-Projekt Tharsis Shelter Unit fand ich zuletzt ziemlich geil, Insect O. muss ich bei der Live-Kategorie auch lobend erwähnen, auch wenn er mittlerweile nicht mehr unter „Nachwuchs“ fällt, haha.

Im Moment leg ich gerade häufiger zusammen mit Rauris Leto auf, einem der Winner vom DAVE DJ Contest 2015. Das passt ganz gut, finde ich. Mal schauen was da noch draus wird. Er hat mich quasi animiert vom Auflegen mit Ableton Live + Controller auf CDJs umzusteigen. Sein Sound ist ziemlich cool und ich hoffe, man erlebt ihn demnächst häufiger irgendwo live.

Support auch noch für die Kollegen Szentendre von Syndikat/Unikat, Navigate von den Lokalhelden und alle, die ich vergessen hab!

Was kann man aktuell von dir hören?

Im Januar erschien die Echogarden Compilation u.a. mit meinem „Blue Palm Trees“. Demnächst wird eine Drum & Bass EP von mir auf Ingredients Records erscheinen, sowie ein paar mehr Releases im Laufe des Jahres.

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Was ist die Idee zu deinem Mix?

Ich hab versucht, alles so ein bisschen anzuschneiden, was mich zurzeit an elektronischer Musik beeinflusst und sich in einen Kontext einfügen lässt. Deshalb auch die Genresprünge, haha.

Tracklist:
1. 1991 – Regulate
2. Son Of – Conscentia
3. Jupiter Jax – Breakbeat Authority
4. Secret Rave – Untitled 02
5. Khotin – Recycle (5AM Reflection Mix)
6. Mall Grab – Elegy
7. Planetary Secrets – Master Plan WIP
8. Nathan Melja – Ludes
9. Tissu – Unmanned Vehicle
10. Cyrus – Inversion
11. Knowone – 004 b
12. DML – Sendling I
13. Planetary Secrets – Courtyard
14. Vainqueur – Ranges Theme
15. D.K. – Pool Rules
16. Mark Ernestus‘ Ndagga Rhythm Force – Yermande (Prophet 5 Mix)
17. DJ Trace – Lost Entity Remix
18. Dead Man’s Chest – Liquid ’94
19. Sully – Crystal Cuts
20. Planetary Secrets – Secret Experiment WIP
21. Nucleus & Paradox – Ease Back
22. Coerce – Merkava
23. Quadrant – Q 1.2

Links:
Planetary Secrets auf Facebook
Planetary Secrets auf Soundcloud

 

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