Künstler

Hüma Utku & Sahar Homami

Die in Istanbul geborene und aufgewachsene, in Berlin lebende elektronische Musikerin und Klangkünstlerin Hüma Utku erforscht die Möglichkeiten, wie Klangtexturen und Rhythmen genutzt werden können, um in abstrakter elektronischer Musik ein Gefühl von Urtümlichkeit hervorzurufen. Unter weitgehender Missachtung der musikalischen Gattungsgrenzen der Musik verschmilzt sie Field Recordings, traditionelle akustische Instrumente und atmosphärischen Ambient zu harmonischen Noise und rauen rituellen Rhythmen, um Klang und Musik als Werkzeuge zu nutzen, um Geschichten zu erzählen. Utku kombiniert ihre Musikpraxis mit ihrem Erfahrungen aus dem Psychologiestudium; ihre Werke sind inspiriert von der conditio humana, der Jungschen Psychologie und der Mystik.
Utku veröffentlichte ihr Debütalbum »Gnosis« unter ihrem eigenen Namen als Hüma Utku im Juli 2019 auf Karlrecords. Mit dieser Veröffentlichung erlangte Utku Anerkennung für ihren Ansatz, durch die Synthese von Elektronik und traditionellen folkloristischen Klängen Geschichten zu erzählen. Es folgte ihre Neubearbeitung von Vanessa Wagners »Struggle for Pleasure« (ursprünglich von Wim Mertens) an der Seite von Wolfgang Voigt, Suzanne Ciani & Vladislav Delay, die beim Pariser Imprint InFine music erschienen ist. Utkus Arbeit erhielt mediale Aufmerksamkeit von Plattformen wie The Wire, Noisey, RollingStone, Redbull Music, Groove Mag, Gonzo Circus und Scene Noise und wurde von Radiosendern wie BBC Radio 3, NTS Radio, RAI 3 (Italienischer Nationalrundfunk), Resonance FM, YLE (Finnischer Nationalrundfunk) ausgestrahlt.

Sahar Homami ist eine audiovisueller Künstlerin, Programmiererin und Kalligrafin mit Sitz in Berlin und Montreal. Geboren und aufgewachsen in Teheran, entdeckte sie die Kalligraphie bereits in jungen Jahren und erlangte mit 18 Jahren die Meisterstufe in persischer Kalligraphie. Danach absolvierte sie drei Jahre lang ein Ingenieurstudium in Materialwissenschaften, zog 2007 von einem Kontinent zum anderen und schloss in ihrem zweiten Zuhause in Montreal einen B.F.A. in Computation Arts ab. Seit 2015 beschäftigt sie sich mit Creative Coding, generativer Visuals und visueller Live-Programmierung. Als Nebenprodukt dieses Weges findet sie sich häufig in der Forschung und Erkundung wieder, wobei sie ihre Ideen über eine breite Palette an Formaten zum Ausdruck bringt: generative visuelle Programmierung, Video-/Animationsregie, digitale Installationen und analoge/digitale Kalligraphie. Ihre Projekte sind inspiriert von kontinuierlicher Forschung an der Schnittstelle von Kunst, Technologie, Philosophie und Mystik. Sie konzentriert sich darauf, den Prozess und das Sehen in Beziehungen zu sein, und konstruiert Erzählungen von abstrakten und transformierenden Heterotopien. Ihr künstlerisches Interesse wird durch eine große Konzentration auf die Verbindung von Konzept und Inhalt motiviert, die ihrer kritischen Beobachtung unterliegt. In ihrer Arbeit mit neuen Medien konzentriert sie sich auf die Erschaffung von Erzählungen durch multimediale Erfahrungen und visuelle Systeme, die in Echtzeit generiert werden. Mit ihrer Bildsprache will sie die Grenzen der Wahrnehmung und des Bewusstseins erweitern, um unsere Kunst des Sehens zu erweitern. Ihre Arbeit wurde bei verschiedenen Festivals und Ausstellungen wie Mutek Montreal, Summerworks und Nuit Blanche in Kanada sowie bei den Berlin Music Video Awards und Generate!_lab in Deutschland präsentiert.

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