Mit der zwölften Ausgabe des Festivals für elektronische Musikkultur haben wir 2025 die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung konsequent fortgeführt. Im Zentrum stand die Rückbesinnung auf das Akronym »Dresden Audio Visual Experience«, weshalb wir auf ein übergeordnetes Motto verzichteten. Stattdessen rückten wir die Stadt Dresden als kulturellen Resonanzraum, das Zusammenspiel von Klang und visuellen Medien sowie das Festival als ganzheitliche Erfahrung im urbanen Kontext in den Vordergrund. Nach der Zweiteilung 2024 fand das Festival wieder als zusammenhängende, fünftägige Festivalwoche statt, diesmal jedoch Anfang November.
Zur Festivaleröffnung standen Nachwuchsförderung und Austausch im Vordergrund. Workshops und Praxisformate widmeten sich elektronischer Musikproduktion, DJing und beruflichen Perspektiven und wurden durch Austauschformate sowie die Dresdner Filmpremiere von »New Wave« ergänzt. Am Donnerstag setzte sich dieser Schwerpunkt mit Angeboten zu Wissenstransfer, Professionalisierung und Vernetzung fort, ergänzt durch DAVE Radio in der Festivalbar. Ab Freitag verlagerte sich der Fokus auf performative und clubbezogene Formate: Mit »Analogue Immersion« wurde ein Clubformat realisiert, das analoge Klangästhetiken und performative Elemente miteinander verband, begleitet von der Ausstellung »FLASHBACK – Rave History on Film«, in der Coline fotografische Perspektiven auf die Rave- und Clubkultur der letzten Jahrzehnte eröffnete. Parallel dazu bot »DAVE × KORALLE DJ CONTEST« den drei Gewinnern des diesjährigen DJ Contest, Hawat, EL VOC und kiesel, eine öffentliche Bühne.
Am Wochenende prägten audiovisuelle Live-Konzerte und ausgedehnte Clubnächte das Programm. Bei »COSMIC RESONANCE« verbanden AXOON und COLINE in der Volkssternwarte Adolph Diesterweg in Radebeul Ambient, sphärische Klangflächen und Live-Elemente mit Projektionen unter der Planetariumskuppel. In HELLERAU traf »Immersive Sounds X Global Sonic Research« auf internationale Gegenwartspraxis: Philip Liu entwickelte mit »Re-flex-ion« ein dynamisches Archiv akustischer Erinnerungen aus Sound, Licht und Architektur, Anastasia Koroleva übersetzte in »Sound Cage« akustische Räume in digitale Labyrinthe, und Rania Kim ließ in »Boundaries of Agency« über KI-geklonte Stimmen eine kollektive Klangskulptur entstehen. Den Abschluss setzte »Beyond the Club« in der Martin-Luther-Kirche, wo elektronische Klangwelten und visuelle Kunst bewusst im sakralen Raum verlegt wurden und Architektur, Live-Musik und Projektionen zu einem immersiven, audiovisuellen Erlebnis verschmolzen, getragen von Niklas Paschburg und Andrea Cichecki sowie Highpitchedblack, fraensaen und dem Kollektiv Spektralwelt.































































































