Auch 2026 darf man sich beim DAVE Festival wieder auf »Music in Motion« freuen. Ob Dokus oder Fiktion: Hier wird Musik auf Zelluloid gebannt. Verpasst nicht diese kleinen Kunstwerke, schließlich feiern die Filme nicht nur Dresden- und oft auch Deutschland-Premiere. Sie werden danach meist nur noch in Ausnahmefällen zu sehen sein. Kuratiert wird die Musikfilmreihe seit 2017 von Philipp Demankowski. Und diesmal ist es eine absolute local affair, die ihr nicht verpassen solltet. Es läuft ein Kurzfilm-Doku über einen hiesigen FLINTA*-DJ Workshop sowie eine längere Doku über die umtriebige Crew rund um das Büro Paul Fröhlich und deren vielfältige Aktivitäten. Im Anschluss wird das Thema bei einer Paneldiskussion zum Thema »Freiräume für Clubkultur vs. Malaise der Clubinfrastruktur« vertieft.
Love Your Local Network – Büro Paul Fröhlich / Ruhestörung im Kosmos (Dokumentarfilm, 73 min, deutsch, Janett Hanitzsch & Marco Seidel, Paul Fröhlich, Dresden 2025)
RUHESTÖRUNG IM KOSMOS – Die Worte schwirren durch den Raum, und diejenigen, die sie schon einmal gehört haben, nicken leise und lächeln wissend. Und wenn das Schicksal dir wohlgesonnen ist, wirst auch du bald die Wahrheit hinter diesem Mythos entdecken. Der Dokumentarfilm bietet ein anschauliches Beispiel dafür, wie Subkultur auf selbstorganisierte, nichtkommerzielle Weise verwirklicht werden kann – indem man einfach die Ärmel hochkrempelt und loslegt. Seit 2010 veranstaltet eine eng verbundene Gruppe in Dresden ihre eigenen Festivals, mal kleiner, mal größer, immer im Rahmen der eigenen Möglichkeiten. Und damals – als es noch Orte gab, die von der Gentrifizierung verschont geblieben waren – gab es sogar so etwas wie … nun ja, man konnte es nicht wirklich als Club bezeichnen. Es war eher ein Nicht-Club.
DJ Treff FLINTA* (Doku-Kurzfilm, 30 min, deutsch, Regie: Julien Deschamps, Dresden 2026)
Mischa ist Teil einer ehrenamtlichen Initiative in Dresden, die es DJ-Anfänger*innen ermöglicht, an teurem Profi-Equipment zu lernen und zu üben. Dieses wird von Kollektiven und Veranstaltungsorten aus der Dresdner Clubkultur kostenlos zur Verfügung gestellt. Immer zu jedem zweiten Mal richten sich die Workshops an einem FLINTA*-Publikum. Lena ist angehende DJ und hat ihre Mix-Technik durch die Teilnahme an diesen FLINTA*- Workshops perfektioniert. Sie erzählt uns, was sich dadurch für sie verändert hat. Dieser Dokumentarfilm verfolgt einen vertraulichen Ansatz und rückt die musikalischen Eindrücke sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich in diesen Workshops entwickeln, in den Mittelpunkt. Der Film möchte die Gedanken von Mischa und Lena als weibliche DJs über Notwendigkeit und Bedeutung dieser kreativen „Safe Spaces“ näherbringen.
Danach wird das Thema vertieft bei einer Paneldiskussion zum Thema: Freiräume für Clubkultur vs. Malaise der Clubinfrastruktur.
Moderation: Jonny Haubold
– Josie Went vom objekt klein a
– Erik Eingelmann vom Kulturkollektiv Dresden
– Paul Fröhlich höchstselbst
– Filmemacherin Janett Hanitzsch
Diese Veranstaltung wird gefördert durch:


