Künstler

Sandrow M

Der in Dresden ansässige Musiker Sandrow M ist kein Unbekannter im Umfeld von DAVE. Zur Eröffnung des Festivals 2017 vertonte er zusammen mit Cuthead und Boney Stoev den frühen Animationsfilm »Lichtspiel Opus I bis IV« von Walter Ruttmann im Kleinen Haus. Und auch sonst findet man ihn immer wieder auf diversen Veranstaltungen, wie auch dieses Jahr als Sidekick bei der DAVE Show „Beat It!“ auf der zum Teil seltene Schallplatten versteigert werden.

Melodie und Rhythmus mit in die Wiege gelegt tauschte er am Ende seiner Kindheit die Bach- und Mozartnoten gegen erste Maschinchen und Computer ein. Zum Muckemachen geht er gern allein ins Studio. Diese Affinität mag man ihm im ersten Moment nicht vollständig abnehmen. Hat er doch in den letzten Jahren mit einigen interessanten Menschen zusammengearbeitet und blickt nicht nur auf zahlreiche Soloveröffentlichungen auf verschiedenen Labeln (u.a. Etui, Uncanny Valley, melodic, Permanent Vacation, Smallville) zurück, sondern verklüngelt sich immer wieder auch mit anderen Klangliebhabern. So produzierte und veröffentlichte er Musik z.B. mit ETUI Labelmacher Insect O ebenso wie mit C-Beams, einem Projekt mit Tina Slotta und Break SL und war mit beiden Projekten auch live unterwegs. Zuletzt erschien der Track Disco Schlamboni auf Uncanny Valley, der mit Will Dubner während einer intensiven Studiosession entstand.

Clubmusik, Vinyl und Synthies bilden jedoch nur einen Facetten-Strang seiner musikalischen Schaffenswelt. Beispielhaft entstand 2014 in Zusammenarbeit mit dem Autor Max Rademann und Künstlern vom Label Uncanny Valley das Hörspiel Die Dörte und der Unkönig Willy, welches dem gleichnamigen Kinderbuch beigelegt war. Max und Sandrow präsentieren die Geschichte hin und wieder live mit Overheadprojektion und kindesgerechter Klangkulisse.

Einen weiteren Schubladenwechsel tätigt Sandrow mit seinen stilistisch diversen Kompositionen für Tanz und Theater, unter anderem für den Berliner Choreografen Yaron Shamir. Beim Werkeln entstehen Pianoballaden, melancholische Cellostücke, symphonische Orchestermusik aber auch surreale Klangwelten und Actionfilmartiges. Es kann sich aber auch um die Imitation einer mit schlechten Musikern ausgestatteten Dorfkapelle handeln.
Nichtzueltzt sind derartige Herausforderungen auch ein Grund dafür, weswegen sich Sandrow gern mal für unbestimmte Austobe-Zeit im Studio einschließt.

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