DAVE Podcast #09: VAV

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Der neue DAVE-Podcast widmet sich dem Wirken von VAV, der seinen House schön britisch mag und auch im DAVE-Organisationswirrwarr mitmischt. Der DJ und Promoter spielt vorwiegend in Dresdner oder Berliner Kaschemmen, aber auch mal beim Feel Festival. Seine Liebe zum Garage House schlägt sich nicht nur hier im DAVE-Podcast nieder, sondern auch bei seinen Control-Clubnächten, zu denen er genreprägende Künstler und Freunde einlädt.

Podcast unter dem Interview

DAVE: Hey, kannst du Dich bitte mal vorstellen?

VAV: VAV, DJ & Promoter aus Dresden mit Fokus auf House & Techno mit UK Einflüssen.

DAVE: Du willst ja schon eher anonym bleiben, oder?

VAV: Bedingt schon, ja. Vielmehr soll einfach die Musik im Vordergrund stehen, für sich sprechen und mögliche musikalische oder persönliche Grenzen überwinden. Durch diesen Fokus kann man aber auch viel einfacher experimentieren und etwas anders machen, als es vielleicht von einem erwartet wird.

DAVE: Wie bist du zum Auflegen gekommen?

VAV: Ich wollte immer “irgendetwas mit Musik machen”, hatte aber nie Geduld ein Instrument zu lernen oder mich damit länger auseinanderzusetzen. Später habe ich angefangen, mich aktiv mit Musik zu beschäftigen und Platten zu sammeln. Zum Auflegen wurde ich dann deswegen tatsächlich mehr oder weniger gezwungen, als Open Airs von Freunden noch DJs brauchten. Man könnte also von einem schleichenden Prozess sprechen, der mit dem Comeback von UK Garage als Sound und den ersten eigenen Parties den Rahmen für das Projekt VAV schuf.

DAVE: Mit deiner Crew ‘Control’ hast du schon einige Parties in Dresden organisiert und bist dadurch auch zu DAVE gekommen. Was war passiert?

VAV: Wie auch das Auflegen war die Entstehung der Partyreihe ‘Control’ ein längerer Prozess, der am Anfang nicht unbedingt das Ziel hatte House- & Techno-Partys auf die Beine zu stellen. Wir wollten einfach unsere Ideen bündeln und schauen, wo die Reise hingeht. Das bereits oben genannten Comeback vom UK Garage Sound um Künstler wie Joy Orbison, Dusky & Disclosure gab dem Ganzen dann den musikalischen Rahmen, woraus ‘Control’ am Ende entstand.

Durch die Arbeit in der Clubkultur habe ich irgendwann die Köpfe hinter dem Projekt DAVE kennen gelernt und wir haben schnell gemerkt, dass wir im Rahmen des Festivals Synergien schaffen können, weswegen ich mich freue mittlerweile Teil dieses Kollektivs zu sein und neue Ideen umsetzen zu können.

DAVE: Was motiviert dich an der Mitarbeit an DAVE?

VAV: DAVE vereint unzählige Ideen, schafft Synergien und Verbindungen, die sonst vielleicht nie zustande kämen. Dadurch kann man Grenzen überwinden, neue Ideen entwickeln und diese aktiv mit Gleichgesinnten umsetzen. Mich motiviert vor allem der Blick über den Tellerrand hinaus der entsteht, wenn viele kreative Köpfe aus verschiedensten Bereichen der Clubkultur aufeinander treffen. Wer hätte schon gedacht, dass man in Dresden ein audiovisuelles Konzert mit der Synergie aus Elektronik und Klassik in einer historischen Kirche veranstalten kann?

DAVE: Wie schätzt Du die Dresdner Clubszene ein?

VAV: Ich denke die Dresdner Clubszene bietet mittlerweile für ziemlich jeden Geschmack und jede Motivation des Ausgehens eine feste Anlaufstelle. Durch Projekte wie Tolerave, Musikfreunde oder DAVE hat sich die Szene noch weiter vernetzt was zur oben genannten Verschmelzung verschiedener Ideen geführt hat. Ich bin sehr gespannt welche Projekte in der Zukunft entstehen.

DAVE: Ist Dresden ein gutes Pflaster, um sich musikalisch zu entwickeln oder wünschst Du Dir mehr Unterstützung z.B. in Form von Workshops? Anders gefragt, können Talente in Dresden gedeihen?

VAV: Die Dresdner Szene ist super familiär, vernetzt und gibt jedem die Chance, sich selber auszuprobieren. Dabei ist Dresden sehr unaufgeregt, was die persönliche Entwicklung sicherlich fördert, sodass selbst 16-,17-jährige schon eine klare Vorstellung von dem Sound entwickeln, den sie gut finden.

Durch die familiäre Gesellschaft in Dresdens Clubkultur besteht auch ein starker Austausch über Musik, Musikproduktion oder Hardware, die zu einer DIY-Attitüde führt. Das macht Dresden für mich ein wenig aus. Dadurch entsteht auch kein großer Bedarf an Workshops, da das oft direkt im Freundeskreis stattfindet, aber grundsätzlich kann es nie genug Workshops zum Thema der elektronischen Musik geben.

DAVE: Welche Dresdner Talente schätzt Du?

VAV: Durch die Mitarbeit an der Tolerade bin ich auf zum Beispiel DDAC und Synthie.Verrückt aufmerksam geworden und verfolge aktiv deren Ideen & Projekte und ich bin sehr gespannt was da in Zukunft noch so kommt. Ansonsten finde ich alles ziemlich spannend, was neue Blickwinkel auf elektronische Musik schafft wie der rohere Sound von z.B. Path oder Motion, die ersten eigenen Produktionen von Kike und CYU, oder die Entwicklung von Control-Kollege Ried-Low.

DAVE: Wo kann man dich demnächst hören?

VAV: Am 15. November hatten wir gerade die letzte Control mit unseren Freunden von Blank aus Mannheim, die mittlerweile ein Label gestartet haben und Kalyde aus London mitgebracht haben.

Tracklist

00 Intro
01 808 State – In Yer Face (Bicep Remix)
02 Our – Bel
03 Black Loops – Get Lost
04 Detroit Swindle – Heads Down
05 Dj T. – Shine On (Motor City Drum Ensemble Warehouse Dub)
06 Dusky – Vanishing Point (Deeper Mix)
07 Huxley – Box Clever
08 Lovebirds – My Man (KiNK Remix)
09 Kalyde – Good Life ft. Youth
10 James Booth – Silver Blaze
11 Blaze – Lovelee (Bicep Remix)
12 Coat Of Arms – Should Have Let You Go

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